Im Schritt 1 des Behandlungspfades helfen die folgenden drei Aspekte eine Sepsis zu erkennen:

  1. Klinische Symptome
  2. Risikofaktoren
  3. Scores

Klinische Symptome -------- gibt es eine SSP-Pädiversion????

Folgende Symptome könne auf eine Sepsis hinweisen:

·         Unexplained intense pain

·         Fatigue/Tiredness

·         Rigors

·         Fever/hypothermia

·         Mottled skin 

·         High inflammatory  parameters

·         Chills and sweat

·         Shortness of breath

·         Passing no urine

·         Slurred speech 

·         Patient looks unwell

 

Risikofaktoren

Folgende Risikofaktoren gilt es zu prüfen: - - gibt es eine SSP Pädi version?

·         Age

·         Invasive material

·         Immunosuppression

·         Diabetes

·         Prior sepsis event

·         Chronic organ failure

Auf stark frequentierten pädiatrischen Notfallstationen ist es besonders wichtig, Kinder mit erhöhtem Sepsis-Risiko früh zu erkennen. Diese Patienten benötigen mehr Aufmerksamkeit und engmaschige Überwachung, wenn sie mit Fieber vorgestellt werden.

Zu den Risikogruppen gehören:

•Früh- und Neugeborene (v. a. in den ersten 3 Lebensmonaten):
Unreifes Immunsystem und geringere Kompensationsfähigkeit führen zu schnellerer potenziell lebensbedrohlicher Verschlechterung. Fieber bei Kindern <3 Monate erfordert eine sofortige, umfassende Abklärung und je nach Risikokonstellation empirische Antibiotikatherapie.
•Immunsupprimierte Kinder (z. B. onkologische Patient:innen, mit angeborenen Immundefekten, unter immunsupprimierenden Medikamenten wie regelmässig eingenommenen Steroiden, Immunmodulatoren wie Tracrolimus oder Biologicals wie Infliximab):
Neutropenie (neutrophile Granulozyten <1.5 G/L) oder Immundefekte (ggf. In der Familienanamnese) erhöhen das Risiko für schwere Infektionen.
•Fieber in Neutropenie ist ein medizinischer Notfall und muss umgehend nach der Abnahme der Blutkulturen empirisch antibiotisch behandelt werden.
•Kinder mit Komorbiditäten (z. B. chronische neuromuskuläre, kardiopulmonale, Magen-Darm- oder Nierenerkrankungen, Verbrennungen):
Verschiedene Mechanismen – verminderte Sekretmobilisation, Verlust von Abwehrproteinen oder gestörte Hautbarriere – begünstigen schwere Infektionen.
•Ungeimpfte Kinder:
Höheres Risiko für invasive Infektionen durch z.B. Pneumokokken, Haemophilus influenzae oder Meningokokken. Diese Erreger waren vor dem Impfzeitalter die häufigsten Ursachen für eine Sepsis bei Kindern.
•Kinder mit Fremdmaterial (v. a. zentralvenöse Katheter):
Jegliches Fremdmaterial erhöht das Infektionsrisiko
oEinliegende Geräte stören lokale Barrieren (Haut, Schleimhäute, Blut-Hirn-Schranke) und können Eintrittspforten für Bakterien sein
oHäufiges Manipulieren oder unsauberes Arbeiten steigert das Risiko
oFremdmaterial begünstigt Bakterienanhaftung und Biofilm-Bildung
 
 
 
 

Scores

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