Vasopressoren
Noradrenalin:
Noradrenalin ist der Vasopressor erster Wahl bei Sepsis und septischem Schock. Es wird empfohlen, einen Zielwert von MAP = 65 mmHg anzustreben. Ein Beginn via PVK ist möglich und empfohlen, da die ZVK Anlage zeitaufwändig sein kann. Sie sollte jedoch nur für kurze Zeit erfolgen, mit einem Zugang von mindestens 20 G und möglichst proximal platziert.
Vasopressin:
Wenn mit Noradrenalin keine ausreichende Blutdrucksteigerung erreicht werden kann und keine weitere Volumengabe empfohlen ist, kann die Gabe von Vasopressin evaluiert werden. Hohe Dosen sind mit einem erhöhten Risiko für kardiale und splanchnische Ischämien verbunden. Die neue deutsche Sepsisleitlinie schlägt vor, Vasopressin zu ergänzen, sobald die Noradrenalin-Infusionsrate 0,25-0,5 µg/kg/min erreicht, obwohl hierfür belastbare Studiendaten fehlen.
Dobutamin:
Dobutamin wird für Patienten mit Sepsis-induzierter Hypoperfusion oder septischem Schock vorgeschlagen, bei denen Hinweise auf eine kardiale Dysfunktion mit persistierender Hypoperfusion trotz angemessenem Flüssigkeitsstatus und arteriellem Blutdruck bestehen. In dieser Situation sollte unbedingt ein hämodynamisches Monitoring evaluiert werden
Septischer Schock:
-> invasive Blutdruckmessung (aber zuerst Therapiebeginn!)
Instabilität:
Bei hochgradiger Instabilität, Mischformen des Schocks (kardiogener Schock, RV-Versagen): Erweitertes Hämodynamisches Monitoring (PICCO, PAK).
POCUS-TTE ???