Bedeutung

  • Sepsis ist eine der häufigsten lebensbedrohlichen Komplikationen im Spital.
    In der Schweiz sind jährlich zehntausende Patient:innen betroffen, mit rund 4’000 Todesfällen pro Jahr bleibt die Sterblichkeit hoch.
  • Entscheidend für das Outcome ist nicht nur die Intensivtherapie, sondern die frühe Erkennung und das sofortige Handeln – von der Bettenstation über die Notaufnahme bis zur Intensivstation.
    Das Swiss Sepsis Programm zielt darauf ab, die Früherkennung zu fördern und den Umgang mit septischen Patient:innen im Spital zu optimieren.

 

Pflegefachpersonen stehen im Zentrum!

Sie sind oft die Ersten, die Veränderungen wahrnehmen, Scores anwenden und die Dringlichkeit kommunizieren.

Jede Stunde zählt:: Wird eine Sepsis zu spät erkannt oder die Therapie verzögert, steigt die Sterblichkeit deutlich.
Umgekehrt kann rasches und strukturiertes Handeln Leben retten.
 

Kernaufgaben der Pflege:

  • Systematische Überwachung
  • Erkennen von Frühwarnzeichen
  • Einleitung der Erstmassnahmen (Monitoring, Zugänge, Blutkulturen, Antibiotikavorbereitung)
  • Klare Kommunikation im Team
  • Prävention nosokomialer Sepsis durch konsequente Hygienemassnahmen und sorgfältigen Umgang mit Fremdmaterial

📌 Merke

Sepsis darf im Klinikalltag niemals übersehen oder verharmlost werden.
Nur wenn sie frühzeitig erkannt, klar benannt und sofort behandelt wird, haben Patient:innen die bestmögliche Überlebenschance.