Folgende Symptome könne auf eine Sepsis hinweisen:

·         Unexplained intense pain

·         Fatigue/Tiredness

·         Rigors

·         Fever/hypothermia

·         Mottled skin 

·         High inflammatory  parameters

·         Chills and sweat

·         Shortness of breath

·         Passing no urine

·         Slurred speech 

·         Patient looks unwell

  

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Kinder mit einer Sepsis Fieber haben. Viele Kinder weisen unspezifische Symptome auf, welche leicht übersehen werden können

Eine Besonderheit der Pädiatrie ist, dass Kinder über sehr gute Kompensationsmechanismen verfügen. Wenn diese nicht mehr ausreichen, geht eine Sepsis sehr schnell in einen septischen Schock über. Dann bleibt sehr wenig Zeit, um zu reagieren

Es wird zwischen der warmen und kalten Phase einer Sepsis unterschieden. Diese Phasen zeigen unterschiedliche Symptome auf (Nicolai et al., 2021).

In der warmen, hyperdynamischen Phase ist der Stoffwechselbedarf besonders erhöht. Es ist eine sehr kurze Phase, welche auch nicht immer vorkommen muss. Typische Zeichen sind die gerötete und warme Peripherie, ein erhöhtes Herzminutenvolumen und ein niedriger peripherer Widerstand. Weiter wird sie gekennzeichnet durch eine hohe Blutdruckamplitude, der mittlere arterielle Druck kann bereits niedrig sein. Die Urinproduktion nimmt zunehmend ab und der neurologische Zustand kann sich verschlechtern. Hyperventilation und manchmal eine respiratorische Alkalose gehören ebenfalls zu dieser Phase (Nicolai et al., 2021).

Die kalte Phase wird auch als Zentralisationsphase bezeichnet. Sie kennzeichnet sich durch eine kühle Peripherie, ein blass-zyanotisches Hautkolorit und ein reduziertes Herzzeitvolumen. Die Blutdruckamplitude und der mittlere arterielle Druck sind niedrig, eine Oligurie und ein Koma treten ebenfalls auf. Eine Hypoxämie, Laktatazidose, sowie eine grosse arterio-venöse Sättigungsdifferenz sind in dieser Phase vorhanden. Die Mikrozirkulation wird gestört und es kommt zu einer intravasalen Gerinnungsaktivierung mit Verbrauchskoagulopathie (Nicolai et al., 2021).